Hausbau

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Beim Hausbau ist es wichtig, neben den reinen Baukosten auch die Baunebenkosten zu beachten. In der Summe können diese Nebenkosten eine Baumaßnahme deutlich verteuern und die bereits erstellte Finanzierungs-planung gefährden. Teure Zusatzkredite, die zum Beispiel durch nicht berücksichtigte Erschließungskosten oder die Erstellung der Außenanlagen nach der Baufertigstellung notwendig werden, sollten Sie durch eine detaillierte Kostenplanung von vornherein vermeiden. Da die Baunebenkosten sich aus zahlreichen Einzelpositionen summieren, müssen Sie sich zunächst einen Überblick über die anfallenden Kosten verschaffen.

 

Typische Baunebenkosten einer Neubaumaßnahme

Planen Sie eine Neubaumaßnahme, dann sollten Sie mit deutlich höheren Nebenkosten rechnen als beim Kauf eines älteren Hauses oder einer Eigentumswohnung. Einige der Baunebenkosten lassen sich durch Eigenleistungen reduzieren. Mit folgenden Bau- und Kaufnebenkosten sollten Sie bei der Erstellung Ihrer Finanzierungsplanung kalkulieren:

– Notarkosten und Gerichtsgebühren für die Grundbucheintragung
– Grunderwerbssteuer in Höhe von 3,5 bis 5 Prozent des Kaufpreises
– Kosten der Baugenehmigung
– Baustellenversicherungen
– Honorare für Architekten, Statiker, Sachverständige
– Kosten der Einmessung
– Finanzierungskosten
– Erschließungskosten
– Herstellung der Außenanlagen
– Kosten für zusätzliche Innenausbauten
– eventuell Maklergebühren
– mögliche Kosten für den späteren Straßenbau

Die Höhe der Gebühren für Notar, Amtsgericht sowie Architekten und Sachverständige richtet sich nach allgemeinen Gebührenordnungen und ist vom Kaufpreis oder der Bausumme abhängig. Grundsätzlich ist bei einer Neubaumaßnahme von Baunebenkosten in Höhe von 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten auszugehen.

 

Baunebenkosten fallen beim Kauf nicht an

Während bei einer Baumaßnahme zahlreiche Baunebenkosten entstehen, fallen beim Kauf eines bereits bestehenden Gebäudes ausschließlich Kaufnebenkosten an. Da die Erschließung, Errichtung und Einmessung des Gebäudes bereits abgeschlossen ist und in der Regel auch die Außenanlagen fertiggestellt sind, müssen Immobilienkäufer mit folgenden Nebenkosten rechnen:

– Maklergebühren
– Notargebühren
– Gerichtskosten
– Grunderwerbssteuer von 3,5 bis 5 Prozent des Gesamtkaufpreises
– Finanzierungskosten

Ein kleiner Tipp für Immobilienkäufer und Bauherren: Sie sollten zur Berechnung der Gesamtkosten eine Liste ähnlich der Gliederung nach DIN 276 erstellen, in der alle Baunebenkosten der Kostengruppe 700 sowie die Kaufnebenkosten aufgeführt sind.

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