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Die Deutschen interessieren sich immer öfter für den Erwerb einer Immobilie und sehen darin eine sichere Kapitalanlage zu attraktiven Bedingungen. Und anders als eine Aktie oder einen Anteil eines Fonds ist eine Immobilie eine Geldanlage zum Anfassen mit emotionalem Wert für die Eigentümer. Allein im letzten Jahr wurden nach Schätzungen des Immobilienverbands Deutschland (IVD) Häuser und Wohnungen im Wert von 165,8 Millarden Euro verkauft, das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Wohl eher weniger überraschend machten den größten Anteil davon Wohnimmobilien aus, d.h. Ein- und Zweifamilienhäuser als auch Eigentumswohnungen.

Lohnt sich der Kauf einer Immobilie wirklich?

Vielerorts sind die Kaufpreise gar nicht mehr so günstig. Ein hoher Preis stellt für die meisten Kauflustigen kein Hindernis dar. Denn ein positives Argument für den Kauf einer Deutschen Immobilie sind die geringen Preisschwankungen, die international weitaus höher ausfallen. Die Durchschnittspreise sind stabil, der Immobilienpreis im Verhältnis zum Einkommen und zu den Mieten ist preiswerter, vergleicht man die Preise mit denen unserer Nachbarländer Frankreich, Belgien oder Niederlande. Weiter sprechen für den Kauf einer Immobilie die historisch niedrigen Zinsen für Baugeld. Allerdings ist zu beachten, dass die Pro-Argumentierung auf keinen Fall eine Verallgemeinerung zulässt. Nicht jede Immobilie ist rentabel. Es gibt merkliche Unterschiede im Bauzustand und in der Konstruktion, im Grundriss oder auch in der Ausstattung.

Wie transparent ist der Immobilienmarkt?

Viele glauben, den Markt einschätzen zu können, doch weit gefehlt. Während Firmenbilanzen nach einheitlichen Standards und die Kurse von Aktien oder Anleihen wenigstens börsentäglich veröffentlicht werden,  sind Immobilienmärkte nur schwer zu durchschauen. Genaue Kenntnis über den Kaufpreis ist nur am Kauftag möglich, und auch nur von den direkten Kaufbeteiligten wie Käufer und Verkäufer oder Makler und Notar. Es gibt zwar die Möglichkeit von sogenannten Kaufpreissammlungen, die überwiegend in größeren Städten existieren, diese sind aber nicht kostenfrei einsehbar. Hier haben aber Immobilienportale im Internet längst Abhilfe geschaffen: durch sie wird Miet- und Preistransparenz erreicht. Nur weil für Immobilien nicht ständig Preise publiziert werden und demzufolge nicht wie bei Aktien verfolgt werden können, heißt das nicht, dass die Preise nicht schwanken. Schon innerhalb weniger Jahre können Immobilien stark an Wert verlieren.

 

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