Mann mit leeren Hosentaschen

© pixelio.de/ Benjamin Thorn

Offiziell soll das Jahr 2013 große Entlastungen für den Steuerzahler bringen. Die Praxisgebühr wurde gestrichen und auch einige andere Erleichterungen wurden vom Gesetzgeber beschlossen. Dabei ging jedoch unter, dass es für 2013 auch Steueränderungen gibt, die sich vermutlich nachteilig für die Bürger auswirken. So wurden beispielsweise die Regeln für neue 400 Euro-Jobs geändert. Jobber müssen nun ebenfalls in die Sozialkassen einzahlen. Zugleich ist der Zwang, eine private Altersvorsorge abzuschließen, noch größer geworden, denn die staatliche Kasse benutzte die Überschüsse des letzten Jahres fast vollständig zur Bildung von Rücklagen. Die private Finanzverwaltung wird deshalb vor einige Herausforderungen gestellt, denen man allerdings mit den richtigen Tipps und Informationen auf angemessene Weise begegnen kann.

 

Änderungen recherchieren und in die eigene Buchführung integrieren 

Wichtig ist es erst einmal, die Änderungen für das aktuelle Jahr im Detail zu recherchieren. Es ist nicht möglich, diese komplett aufzulisten, da sie zum Teil abhängig vom Berufsstand sehr spezifisch ausfallen. Bei den vorzunehmenden Änderungen sind allerdings nicht nur die veränderten Rahmenbedingungen durch den Staat zu berücksichtigen. Zugleich ist es unbedingt sinnvoll, sich darüber zu informieren, um welchen Prozentsatz beispielsweise die Lebensmittel- und Stromkosten sowie die Preise für Öl und Benzin angestiegen sind. Offiziell liegt die Inflationsrate in Deutschland deutlich unterhalb der Marke von zwei Prozent. Doch diese Werte werden zum einen nicht über ein Jahr, sondern über drei Monate berechnet, und sie stammen zum anderen aus einem repräsentativen Warenkorb. Dies bedeutet, dass es sich positiv auf die Inflationsrate auswirkt, wenn beispielsweise die Handytarife nicht teurer werden, ganz gleich, ob sie günstiger werden oder nicht. Einige Verbrauchspreise sind um fünf bis sechs Prozent angestiegen. Bevor größere Ausgaben geplant werden, müssen diese Mehrkosten in die eigene Buchführung integriert werden. Wer eine solche nicht führt, sollte bei seinem prinzipiellen Budget Abstriche von drei bis vier Prozent machen.

 

Eine besondere Belastung: Die Hausfinanzierung

Für viele Menschen soll im Jahr 2013 endlich der Traum vom Eigenheim wahr werden, denn die Immobilien- und Baukredite sind nach wie vor unvergleichbar günstig. Doch ganz so einfach ist es nicht: Zwar sind die Darlehen wirklich wesentlich billiger als noch vor fünf Jahren, dafür sind die Einkaufspreise in den Metropolregionen explodiert. Hier zahlt man 60 bis 70 Prozent mehr als noch 2007. Eine Baufinanzierung ist eine langfristige Belastung, die zumeist über 20 bis 30 Jahre läuft. Die Zinssätze werden in dieser Zeit nicht selten drei bis vier Mal angepasst und können dann deutlich höher liegen als zum Zeitpunkt des Darlehensabschlusses. Um trotzdem angemessen vorbereitet zu sein, empfiehlt es sich, genau zu kalkulieren, wie viel Geld man monatlich für die Ratenzahlung zur Verfügung hat. Die meisten Banken bieten ein Tilgungsdarlehen von einem Prozent. Dies bedeutet, Zinsen und Tilgung werden jährlich zusammengefasst und im Laufe der Zeit verschiebt sich der Schwerpunkt immer mehr in Richtung der Kredittilgung. Ein Prozent klingt wegen der geringen monatlichen Rate oft verführerisch, wer er sich leisten kann, fährt mittel- und langfristig jedoch deutlich besser mit zwei Prozent.

 

Eine Software als Hilfsmittel nutzen

Die Steueränderungen sind so komplex und umfangreich, dass Sie nicht auf ein passendes Hilfsmittel verzichten sollten. Hierfür empfiehlt sich eine Finanzsoftware, die einige Feature standardisiert an Bord haben sollte: Zu diesen gehören Online-Banking, Hilfe bei der Steuererklärung inklusive der nötigen Updates für die neuen Regeln sowie die Möglichkeit zur Buchführung. Wichtig ist, dass die Software stets auf dem neuesten Stand ist, um keine wichtige Änderung zu versäumen.

Kategorien: Allgemein

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