auszug von den eltern - die finanzen im griff behalten

© gettyimages.in/ Paul Bradbury

Viele junge Menschen sehnen den Moment des Auszugs aus dem Elternhaus herbei: Ein Studium, eine Berufsausbildung oder der Wechsel des Wohnortes – Gründe, das heimische Nest zu verlassen und flügge zu werden, gibt es genug. Doch mit der heiß ersehnten Unabhängigkeit einher geht die Bürde der Verantwortung für den eigenen Alltag. Dazu gehören auch die Finanzen, die bei den meisten eher knapp bemessen sind. Wie Sie auch mit wenig Geld bestens über die Runden kommen, erfahren Sie hier.

 

 

Einnahmen und Ausgaben

Um das knappe Budget fest im Griff zu haben, sollten Sie sich bewusst machen, wie viel Geld Sie monatlich zur Verfügung haben und welche Ausgaben davon jeden Monat abgehen. Zu den monatlichen Kosten gehören in der Regel:
– Miete und Nebenkosten,
– Ausgaben für ein Auto oder öffentliche Verkehrsmittel,
– Telefon-, Internet- und Handygebühren,
– Ernährung,
– Kleidung,
– Krankenversicherung, Arztkosten und Medikamente,
– Arbeitsmaterialien und Bücher,
– Ausgaben für Freizeit, Kultur und Sport.

 

Ein gutes Gefühl für Ihre Ausgaben und Einnahmen bekommen Sie, wenn Sie ein „Haushaltsbuch“ führen. Mit so einer simplen Aufstellung haben Sie Ihre finanzielle Situation stets klar vor Augen. Die Miete, Ausgaben für die Ernährung und Fahrtkosten sind meistens die größten Posten bei den monatlichen Ausgaben. Während Sie bei der einmal festgesetzten Miete oder der Autoversicherung kaum etwas einsparen können, lassen sich an vielen anderen Enden leicht ein paar Euros abzwacken.

 

 

Spartipps für Berufsanfänger und Studenten

– Wer in eine Wohngemeinschaft oder als Student in ein Wohnheim zieht, spart nicht nur Miete, sondern auch Nebenkosten und Gebühren für Telefon und Internet. Oftmals teilen sich die Bewohner auch eine Waschmaschine und kaufen gemeinsam Lebensmittel ein.

– Bei Handyverträgen empfehlen sich Flatrate-Tarife, die bereits für 20 Euro zu haben sind. Wenignutzer fahren mit Prepaid-Discountern am Besten.

– Radfahren hält fit und kostet nichts. Mitfahrzentralen sind eine günstige Alternative zu Auto oder Bahn.

– Studenten und Azubis bekommen in vielen Bereichen spezielle Rabatte (Reisen, Zeitungs- und Zeitschriftenabos, Kontoführungsgebühren, Beiträge für Fitnessstudios, Eintritt in Museen, Konzerte und Theater).

– Viele Dinge lassen sich gebraucht kaufen wie z. B. Bücher, Möbel, elektronische Geräte oder Klamotten. Flohmärkte, Secondhand-Läden oder die Internetplattform eBay sind für Sparfüchse wahre Paradiese.

– Unter jungen Leuten entwickeln sich auch oft regelrechte Tauschbörsen, bei denen man viele Gebrauchsgegenstände gegen andere eintauschen kann.
Lebensmittel-Discounter bieten hochwertige Waren zu günstigen Preisen. Saisonales Obst und Gemüse schmecken nicht nur besser, sondern ist auch deutlich günstiger.

 

 

Staatliche Leistungen oder Nebenjob

Während Auszubildende bereits ab dem ersten Lehrjahr ein, zugegebenermaßen oft sehr geringes, Gehalt bekommen, sind viele Studenten finanziell noch von ihren Eltern abhängig. Alternativ gibt es Hilfe vom Staat, das sogenannte BAföG (Förderung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz). Folgende staatliche Leistungen können Studenten und Azubis beantragen:
– BAföG für Studenten,
– Berufsausbildungsbeihilfe für Azubis (BAB),
– Wohngeld,
– Kindergeld.

 

Vor allem Studenten bessern ihr Einkommen durch einen lukrativen Nebenjob auf. Jobangebote für Studenten finden Sie am Schwarzen Brett der Uni, bei Jobbörsen im Internet, beim Studentenwerk oder bei der Arbeitsagentur. Azubis brauchen für die Ausübung eines Nebenjobs die Genehmigung ihres Arbeitgebers.

Kategorien: Leben, Tipps und Infos, Umzug

Bis jetzt ein Kommentar.


  1. MikaFan sagt:

    Eigentlich ist es doch ganz einfach: Keinen unnötigen Kram kaufen, keine überteuerten Handyverträge, Fernsehabos etc. abschließen und beim Einkaufen, Lernmaterial, Klamotten ein wenig aufs Geld achten.

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