Hansa-Center Bottrop

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Die Bottroper Innenstadt sollte um einen städteplanerischen Höhepunkt reicher werden – das Hansa-Einkaufszentrum. Das Hansa-Center bietet rund 30 Ladenlokalen Platz. Bereits im Frühsommer 2013 war laut Aussage der Projektgesellschaft eine Vermietung von 85 Prozent erreicht, das neue Einkaufszentrum bietet allen Branchen aus dem Einzelhandel Platz. Ziel der Stadtväter war es, mit der Neugestaltung des Hansa-Centers eine attraktive Anlaufstelle für den Einzelhandel und seine Kunden gleichermaßen zu schaffen.

 

Erste Verzögerung durch Insolvenz eines Planungsbüros

Ende Juli 2013 hat die Projektgesellschaft des Hansa-Centers Insolvenz beantragt. Und dies ist nicht die erste Pleite im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Mall. Bereits die Zahlungsunfähigkeit des mit der Planung für die Haustechnik beauftragten Ingenieurbüros führte zu massiven zeitlichen Verzögerungen bei der Umsetzung des 50 Millionen Euro Projektes. Der ursprüngliche Eröffnungstermin im November 2013 sollte im Zusammenhang mit der Insolvenz des Planungsbüros zunächst im Frühjahr 2014 stattfinden. Die damit verbundenen Kostensteigerungen führten dazu, dass nach Einschaltung eines neuen Ingenieurbüros der Bank eine Konsolidierung vorgeschlagen wurde. Da von 33 Gläubigern der HCB Project Development GmbH einer die Zustimmung verweigerte, musste die Muttergesellschaft, Investor in diesem Fall, die Redos Real Estate für die Tochter den Weg zum Insolvenzverwalter beschreiten.

 

Große Namen unter den Mietern

Unter den Mietern finden sich Namen wie Saturn Hansa, Adler Textilien, Spiele Max und Apollo. Solche Unternehmen gelten im Grunde als Garanten für hohes Verbraucherinteresse und regen Kundenverkehr. Ob diese Mieter allerdings am Ende auch tatsächlich einziehen, bleibt fraglich. Nach der ersten Verschiebung des Eröffnungstermins auf 2014 ruhen nach dem Insolvenzantrag erst einmal alle Bauarbeiten, das Werbeplakat eines Unternehmens verschwand bereits von den Bauzäunen. Für die Stadt Bottrop gilt jedoch, dass dieses Projekt umgesetzt werden muss. Nur so entsteht zwischen Kaufland und zentralem Omnibusbahnhof ein harmonisches Stadtbild. Eine Bauruine, die auf mehrere Jahre nicht genutzt werden kann, würde die gesamte innenstädtische Planung der letzten Jahre konterkarieren. Wie lange die Verzögerung dauern wird, kann bei dem derzeitigen Stand der Dinge niemand vorhersagen. Die Erwartungshaltung an die Vertreter der Stadt geht aber dahin, dass diese alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Baustelle wieder mit Leben zu erfüllen und die Bottroper Innenstadt mit einem neuen und attraktiven Einkaufszentrum zu bereichern. Immerhin betrug der Einzelhandelsumsatz im Zentrum Bottrops im Jahr 2011 rund 151 Millionen Euro, in der gesamten Stadt über 500 Millionen. Es gilt, einen Mittelabfluss in nahe gelegene Innenstädte zu vermeiden.

Kategorien: Tipps und Infos

Bis jetzt 2 Kommentare.


  1. Hannelore sagt:

    Ich wohne in Bottrop und war schon ganz gespannt auf das neue Einkaufszentrum – um so enttäuschender sind diese Neuigkeiten. Jetzt haben wir da eine riesige Baustelle, welche nicht schön aussieht! Naja, wollen wir mal hoffen, dass der neu angesetzte Eröffnungstermin nicht wieder verschoben wird!

  2. Axa sagt:

    Immer das gleiche!! Egal ob hier oder bei Stuttgart 21, Elbphilharmonie etc. p.p. – Ich verstehe nicht das man solch große Bauvorhaben und Projekte so schlecht planen kann.

    LG
    AXa

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