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Die zurzeit günstigen Zinsen hegen den Wunsch nach einem lang ersehnten Eigenheim. Nach dem letzten Mietspiegel bewegen sich die Mietraten weiter nach oben. Gedanken nach einem Eigenheim keimen auf. Dabei kann eine Hausfinanzierung unter Umständen günstiger sein, als die bisher gezahlte Miete. Die gewünschte Nutzungsfläche, Lage des Grundstücks und Beschaffenheit des Hauses bestimmen den Kaufpreis. Das angesparte Eigenkapitel, Einkommen und bestehende Aufwendungen sind für die Bewilligung einer Hausfinanzierung maßgebend. Zusätzliche einmalige Kosten sind weiterhin zu berücksichtigen. Darunter fallen Notarkosten, Steuern, Kreditgebühren und bei Bedarf Schätzungskosten des zu erwerbenden Eigenheims an. Zusätzliche laufende Kosten fallen für Hausversicherung, Schornsteinfegergebühr und Grundstückssteuern an. Die Heizkosten und Renovierungskosten können von den bisherigen Kosten abweichen. Kosten für einen bisher nicht vorhandenen Garten sind ebenfalls mit einzurechnen. Eine Aufstellung der entsprechenden Einnahmen und Ausgaben ist sinnvoll. Eine Hausfinanzierung ist eine langfristige umfangreiche Finanzierungsart und nur durch eine sorgfältige Planung wird viel Freude an den eigenen vier Wänden entstehen. Im Gegensatz zur Miete, die nach der Nutzung verbraucht ist, bleibt bei einer Hausfinanzierung der reine Tilgungsbetrag ohne Zinsen in Form des Hauswertes erhalten. Nach Rückzahlung des Darlehens entfällt im Rentenalter die ansonsten anfallende Miete und somit steht ein höherer Rentenbetrag zur Verfügung. Finanzierungsinstitute, Banken, Sparkassen oder Bausparkassen finanzieren in der Regel zwischen 70 bis 80 Prozent des Kaufpreises. Bei einem Darlehnsbedarf unter 60 Prozent bekommt der Darlehnsnehmer den günstigsten Zinssatz. Die Auszahlung erfolgt entweder zu 100 Prozent oder es werden anteilige Kreditkosten in Abzug gebracht. Förderprogramme beispielsweise von der KFW-Förderbank, Wohn-Riester oder andere Förderungsmöglichkeiten senken den Kreditbedarf. Informationen sind bei Kreditinstituten erhältlich. Bei einer Hausfinanzierung ist darauf zu achten, dass ein Angebot für das kalkulierte Darlehen, die effektiven Gesamtkosten, den Effektivzinssatz, die Ratenhöhe und die Laufzeit enthält. Je höher der Tilgungssatz angesetzt wird, desto geringer ist die Laufzeit. Die Möglichkeit einer kostenlosen Sondertilgung ist schriftlich zu vereinbaren. Der gewählte Zinssatz wird für eine feste Laufzeit (Zinsbindungszeit) festgeschrieben, die zwischen fünf bis 20 Jahren vereinbart werden kann. Liegt der Zinssatz günstig, ist eine lange Zinsbindungszeit vorteilhaft und ein geringer Zinsaufschlag kalkulierbar. Für diese Zeit bleiben die Raten gleich. Bei einer Hausfinanzierung wird überwiegend ein Hypothekendarlehen – zugleich Annuitätendarlehen genannt, gewählt oder ein Bauspardarlehen in Anspruch genommen.

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