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Die private Immobilienfinanzierung wird entweder für eine selbst genutzte oder als Kapitalanlage für eine vermietete Immobilie in Anspruch genommen. Wenn die zu finanzierende Immobilie zum Betriebsvermögen zählt, handelt es sich um eine gewerbliche Immobilienfinanzierung. Wer die Eigentumswohnung oder das Haus nicht aus eigenem Vermögen bezahlen kann, für den besteht die Möglichkeit, Fremdkapital in Form eines Darlehens in Anspruch zu nehmen. Banken, Bausparkassen, Institute für Landesförderung, die Kreditanstalt für Wiederaufbau oder Versicherungsgesellschaften wären hierfür die Ansprechpartner. Grundsätzlich ist es ratsam, mehrere Finanzierungsangebote einzuholen. Neben der klassischen Form einer Immobilienfinanzierung mit einer Zinsbindung von zehn bis 20 Jahren können zinsverbilligte Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau oder Wohn-Riester, welche die frühere Eigenheimzulage ablöst, genutzt werden. Wer im Vorfeld bei einer Bausparkasse einen Vertrag abgeschlossen hat, kann diesen beispielsweise mit einem Bankdarlehen kombinieren. Bei der Angebotserstellung ist darauf zu achten, dass neben dem Preis für das Haus auch weitere Kosten für den Käufer entstehen. Dazu zählen die Notar- und Grundbuchkosten, die annähernd mit 1,5 Prozent des Kaufpreises kalkuliert werden können, die Grunderwerbssteuer, die circa 3,5 Prozent bis 4,5 Prozent beträgt und gegebenenfalls anfallende Maklerkosten, die sich im Bereich von rund sechs Prozent bewegen. Schätz- oder Gutachterkosten, Teilauszahlungszuschläge und Bereitstellungszinsen gehören ebenfalls dazu. Zusätzlich ist es ratsam, eine Rücklage für Reparaturen zu bilden. Ebenso ist bei einer Immobilienfinanzierung, die für eine vermietete Immobilie genutzt werden soll, darauf zu achten, dass die Einnahmen aus der Kaltmiete für eine problemlose Rückzahlung der Darlehnsraten ausreichen. Ideal wäre es, wenn Überschüsse erzielt werden, die als Sicherheit und Rücklage für unvorhergesehene Zwischenfälle – beispielsweise Ausfall der Mieteinnahme – dienlich sind. Bei einem Hauskauf ist die Wohngegend maßgebend für den Wertzuwachs einer Immobilie. Dieses schlägt sich ebenfalls im Kaufpreis nieder. Für einen späteren Verkauf zum Beispiel im Alter werden die Chancen für einen zügigen Verkauf und die Höhe des Verkaufserlöses davon beeinflusst. Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie ist es ratsam, einen freien Gutachter zu beauftragen, der ein Auge für versteckte Mängel hat und sich damit bereits bezahlt macht. Dieses Gutachten kann für eine Immobilienfinanzierung eingesetzt werden und dient zur Ermittlung des Darlehensbetrages. In der Regel finanzieren Banken zwischen 70 bis 80 Prozent des Schätzwertes.

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