Die alljährliche Nebenkostenabrechnung wird für viele Mieter und Vermieter zum Auslöser mittelstarker Krisensituationen. Denn viele Abrechnungen sind nicht korrekt – in den meisten Fällen sind sie schlichtweg zu hoch. Verbraucherzentralen raten Mietern deshalb, die Nebenkostenabrechnung zu überprüfen, anstatt blind zu zahlen. Wenn die Rechnung nicht stimmt, droht dem Vermieter eine Menge Ärger. Damit die Nebenkostenabrechnung einwandfrei ist, sollten Vermieter einige Dinge beachten.
Zunächst muss der Vermieter wissen, welche Kosten er auf den Mieter umlegen kann und welche nicht. So können beispielsweise Kosten für die Müllbeseitigung, Wasser, den Hausmeister oder den Aufzug auf die Mieter verteilt werden. Verwaltungskosten hingegen trägt der Vermieter allein.

Darüber hinaus sollten sich die einzelnen Kosten in einem gewissen Rahmen bewegen. Der Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds (DMB) hilft sowohl Mietern als auch Vermietern, einen Überblick zu angemessenen Preisen zu erhalten. Auch die Form der Abrechnung für einzelne Leistungen ist wichtig – so können die Heizkosten nicht pauschal abgerechnet werden, sondern müssen auf dem Verbrauch des einzelnen Mieters basieren. Bei anderen Posten können wiederum Pauschalbeträge angesetzt werden.
Eine spezielle Software hilft dem Vermieter, die Nebenkostenabrechnung korrekt zu erstellen. Auch mit Excel können die Abrechnungen verfasst werden. Mit ein wenig Übung ist das relativ problemlos erlernbar. Wem das alles zu kompliziert ist, der kann auch einen Dritten mit der Abwicklung der Nebenkostenabrechnungen beauftragen. Ist etwa eine Hausverwaltung für die Wohnobjekte zuständig, so kann diese die Erstellung und den Versand übernehmen. Ansonsten bieten auch spezielle Energieabrechnungsdienste gegen Gebühr diesen Service an.

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