Zahlen und Fakten der Banken in Deutschland

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Wie viele Banken gibt es in Deutschland eigentlich? Zurzeit sind es etwas über zweitausend Kreditinstitute. Neben der Deutschen Bank hat der Verband der Sparkassen die meisten Kunden. Weitere spannende Zahlen rund um Spareinlagen, Filialen und EC-Karten finden Sie hier.

 

Ständiger Rückgang der Banken in Deutschland

In den letzten 10 Jahren ist die Anzahl der Banken um fast 30 Prozent gesunken. Waren es 2001 noch 2.697 Kreditinstitute, so gab es Ende 2010 nur noch 2.093 Banken. Daran ist nicht etwa die Wirtschafts- und Finanzkrise schuld, vielmehr sind ohne Rationalisierungsmaßnahmen auch im Bankensektor die Gewinnmargen geschrumpft, wenn die Kosten zur Aufrechterhaltung des Filialnetzes zu hoch waren. Die Anzahl der Bankfilialen hat ebenfalls abgenommen, es sind insgesamt 40.276 in ganz Deutschland. Damit kommt eine Filiale auf 2.037 Bundesbürger.

Aktuell sind 657.100 Menschen im Kreditgewerbe angestellt. Davon arbeiten 37,8 Prozent in den Sparkassen, 27,2% in den privaten Banken und 24,9 % in den Kreditgenossenschaften.

 

Bilanzsumme der Banken

Das Geschäftsvolumen im Bankgewerbe ist in den letzten Jahren, mit einer kleinen Ausnahme im Jahre 2009, nach dem Beginn der Finanzkrise, kontinuierlich gewachsen. Allein in Deutschland sind 8.354 Mrd. Euro in den Bilanzen der Banken ausgewiesen.

 

Die Deutsche Bank hält über 20 Prozent des Geldvermögens und ist damit mit Abstand die größte Bank in Deutschland. Sie betreibt 3.083 Filialen. Gefolgt wird die Liste von der Commerzbank (etwa 9% Anteil) und der KfW Bankengruppe (etwa 5% Anteil). Die erste Sparkasse ist mit 216 Filialen erst auf Platz sieben zu finden. Allerdings muss dagegen gehalten werden, dass es in 2012 deutschlandweit 423 Sparkassen gab, die zusammen über 13.000 Filialen für ihre Kunden bereithalten. Damit hat die Sparkasse auch die meisten Geldautomaten.

 

Immer mehr EC-Karten und Geldautomaten

Während immer wieder Filialen geschlossen werden, was auch auf die hohe Zahl der Online-Konten zurück zu führen ist, nahmen die Geldautomaten in der Vergangenheit jedes Jahr zu. So stehen an stark frequentierten Plätzen wie z.B. Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen oder Shopping-Malls immer öfters einzelne Geldautomaten. Onlinebanking ist ebenfalls ein Thema mit Zuwachs, heute werden ca. 50 Prozent der Girokonten hauptsächlich online geführt.

 

Beliebte Anlagemöglichkeiten

Nach wie vor ist das Geldvermögen der Deutschen, auch im internationalen Vergleich, hoch. Alle Bürger haben zusammen ein Geldvermögen in Höhe von 4.933,5 Mrd. Euro. Dabei bevorzugen die Deutschen Anlagemöglichkeiten mit hoher Sicherheit. 37,9 % des Geldes liegen in Spar-, Sicht- und Termineinlagen, sowie Bargeld. Ein großer Teil des Vermögens wird Versicherungen zur Verfügung gestellt. Nur 4,7 % des Geldes ist in Aktien investiert.

 

Alle Zahlen und Fakten sind aus dem Bericht des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. entnommen und lassen sich, mit weiterführenden Informationen und Grafiken, nachlesen.

Kategorien: Banken

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